Tipps für die Organisation eines kleinen Badezimmers

Schmal, klein, oft ohne Fenster – das Badezimmer ist in vielen Wohnungen das Sorgenkind. Aber auch kleine Badezimmer lassen sich stilvoll und mit genügend Stauraum einrichten. Bei der Sanierung oder Umgestaltung eines Minibades gilt es jedoch ein paar Tricks zu beachten und schon bei der Planung lohnt es sich, Fachleute wie den Sanitärinstallateur oder Schreiner zu Rate zu ziehen.


Variantenreich: Sanitäranlagen und Badeeinrichtung

Ein kleines Bad kann schnell beengt aussehen, wenn Sanitärobjekte und Möbel zu groß oder ungünstig angeordnet sind. Eine durchdachte Badeinrichtung lässt ein kleines Badezimmer grosszügiger wirken. Wenn eine Badewanne in Standardgrösse beispielsweise nicht in ein kleines Badezimmer passt, können so genannte Raumsparbadewannen Abhilfe schaffen:


- Mit Eckwannen, die in verschiedenen Grössen erhältlich sind, lassen sich Raumecken ideal ausfüllen. Rund um die Wann entsteht zudem viel Ablagefläche.
- Asymmetrische Badewannen, die dem Oberkörper viel Platz bieten und zum Fussende hin schmal zulaufen, können mit der schmalen Seite neben der Eingangstür installiert werden, sodass ein ausreichend großer Durchgang bestehen bleibt.
- Auch extra tiefe Badewannen sind für Räume mit begrenzter Länge geeignet und eignen sich zum Baden im Sitzen. 


Auch bei Duschen gibt es platzsparende Varianten und Möglichkeiten, das Bad optisch grösser erscheinen zu lassen. Als Alternative zu einer, in einen Sockel eingelassenen Duschwanne mit blickdichtem Duschvorhang bietet sich die bodentiefe Verlegung der Dusche und eine Duschkabine aus Glas an. So nimmt das Auge die komplette Fläche als Einheit wahr und das Bad erscheint größer. Auch bei der Form der Duschwanne lässt sich eine platzsparende Lösung finden: 


- Quadratisch: Diese Duschwannen müssen nicht in einem Eck des Raums platziert werden, sondern können auch seitlich an der Wand platziert werden.
- Rechteckig: Eine, besonders für schmale Bäder geeignete Lösung
- Fünfeckig: Ideal für eine Eckdusche
- Viertelkreis: Diese Wannen bieten mehr Standfläche für den Duschenden als fünfeckigen Varianten


Immer öfter wird auf eine Duschwanne ganz verzichtet und der Duschboden mit den gleichen Fliesen wie im restlichen Bad versehen, was das Bad optisch grösser wirken lässt.


Vorwandinstallation für die Neuanordnung der Sanitäranlagen 

Ältere Sanitärobjekte rauben in kleinen Bädern oft viel Platz. Grund hierfür sind ihre Standardgrößen, die für kleine Räume ungeeignet sind. Zudem wurden meist Dusche, Badewanne, Waschbecken und WC nebeneinander an der Wand entlang montiert, wodurch zusätzlich Fläche verloren geht. Die Vorwandinstallation ermöglicht eine neue Anordnung der Sanitäranlagen. Das System ist simpel: Fachmänner befestigen die Wasserleitungen und Abflussrohre an der Zimmerwand entlang. Im zweiten Schritt erfolgt die Verkleidung mit Gipskarton. Spezielle Montageelemente helfen beim Einbau von Waschbecken und WC. Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass keine Wände geöffnet werden müssen, um neue Leitungen zu verlegen.


Möbel: chic und raumsparend 

Um das Waschbecken herum kann mit einem an der Wand montierten Waschbecken ohne Unterschrank viel Stauraum verlorengehen. Zudem sind die Waschbecken in Standardgröße oft zu ausladend für ein kleines Bad. Damit nicht zu viel Platz verloren geht, ist ein Möbelwaschtisch mit einem kleinen Waschbecken empfehlenswert. Möbelwaschtische gibt es in vielen Varianten und Größen. Als Alternative zu offenen Regalbrettern ist ein geschlossener Schrank empfehlenswert, der all die Döschen, Tuben und Badutensilien vor den Augen der Gäste verbirgt. Das Waschbecken sollte flächenbündig in die Platte eines Waschtischs integriert werden. So entsteht rund um das Waschbecken Stauraum und die Waschtisch-Oberfläche wirkt größer als bei der Installation eines Aufsatzbeckens. Hinsichtlich Form und Größe ist die Auswahl an integrierbaren Waschbecken gross. Genaues Ausmessen ist wichtig, um das optimale Sanitärobjekt zu finden.


Auch mit spezialangefertigten Regalen oder Schränken lassen sich kleine Ecken optimal nutzen. Besonders praktisch sind Rollcontainer, die mobil sind und beliebig verschoben werden können. Ein Spiegelschrank über dem Waschbecken bietet Stauraum, Spiegelfläche und Beleuchtung. Mit schmalen Hängeschränken über der Toilette oder Regalen über der Badezimmertür lassen sich Wände clever als Stauraum nutzen. Wer eine Waschmaschine im Bad unterbringen muss, kann einen doppeltürigen Küchenschrank als Waschtisch und Stauraum für die Waschmaschine umfunktionieren. 


Ordnung halten – Platz sparen 

Neben der Auswahl geeigneter Sanitäranlagen und Bademöbel gibt es weitere Möglichkeiten, um Platz zu sparen und das kleine Bad grösser wirken zu lassen. Ordnung und Kreativität sind hier gefragt. Anstatt regelmässige genutzte Gegenstände herumstehen zu lassen, können Behältnisse wie Seifenspender oder Fönhalter dafür an die Wand montiert werden. Oftmals genügen sogar Klebestreifen oder Saugnäpfe zur Befestigung, die sich wieder leicht entfernen lassen. Auch hier gilt: Nischen platzsparend nutzen.


Zauberwort: optische Gestaltung 

In großen Bädern bietet es sich an, einzelne Bereiche optisch voneinander zu trennen. In kleinen Bädern hingegen ist es besser, die Einheit des Raums beispielsweise durch die Verwendung einheitlicher Fliessen zu betonen. Farben beeinflussen die Raumwirkung massgeblich. Helle Farben – der Weiss ist immer noch der Klassiker – lassen das kleine Bad gross aussehen. Je weniger Kontraste und harte Übergänge die farbliche Gestaltung beinhaltet, desto ruhiger und größer wirkt das Bad. Nicht zuletzt ist Licht ist ein wesentlicher Gestaltungsfaktor. Gibt es im kleinen Badezimmer kein Fenster, bieten sich neue Lichtquellen wie im Spiegel integrierte Lampen oder Stehlampen an.


 Kleine Badezimmer bieten Raum für Kreativität. Bei einer Renovation und Sanierung empfiehlt es sich, den Rat von Experten wie den Sanitärinstallateur hinzuzuziehen.

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