Alles was sie über Ihren Boiler wissen müssen

Woher kommt eigentlich das warme Wasser für Ihre tägliche Dusche? Aus Ihrem Warmwasserspeicher, dem Boiler. Oft befindet sich der Boiler gut versteckt in einem separaten Raum oder Schrank. In diesem grossen Behälter wird Wasser auf hohe Temperaturen erhitzt und gespeichert, damit sie jederzeit Zugriff zu warmem Wasser haben. Wir sagen Ihnen was sie alles über dieses täglich benutzte Gerät wissen sollten.

 

Woher kommt eigentlich das warme Wasser für Ihre tägliche Dusche? Aus Ihrem Warmwasserspeicher, dem Boiler. Oft befindet sich der Boiler gut versteckt in einem separaten Raum oder Schrank. In diesem grossen Behälter wird Wasser auf hohe Temperaturen erhitzt und gespeichert, damit sie jederzeit Zugriff zu warmem Wasser haben. Der Warmwasserspeicher ist von seiner Grösse her oft an die jeweilige Wohnung und der Bewohnerzahl angepasst. Pro Person sollte bei einem durchschnittlichen Warmwasserverbrauch zwischen 30 bis 50 Liter gerechnet werden. Wir sagen Ihnen was sie alles über dieses täglich benutzte Gerät wissen sollten.

 

Aufbau eines Boilers

Der Boiler oder auch Warmwasserspeicher dient der Aufbereitung von Wasser. Durch eine Flamme oder bei neueren Geräten einer Heizpatrone wird das Wasser erhitzt. Über Rohrleitungen, die in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus verlegt sind, gelangt das Warmwasser dann zu Ihnen. Die Montage eines Warmwasserboilers, wie auch die regelmässige Wartung, sollte immer von einem Fachmann durchgeführt werden. Der Monteur nimmt die Warmwasseranlage ab und stellt sie nach ihren Bedürfnissen ein.

Durch die Erhitzung des Wassers steht ein Boiler unter ständigem Druck. Eine Sicherheitsgruppe, eine Gruppe von Ventilen zum Druckabbau, reguliert permanent den Druckaufbau und Abbau im Kessel und verhindert das Heizwasser auslaufen kann.

 

Verbrauch im Haushalt

Pro Person im Haushalt kalkuliert man 30 bis 50 Liter warmes Wasser. Je nach Bedürfnissen der jeweiligen Haushalte. Sind die Bewohner ehr wassersparend oder nicht häufig zu Hause, können 30 Liter Wasser pro Person ausreichen. Im Durchschnitt ergibt sich so ein Speichervolumen für einen 4 Personen Haushalt von 100 bis 150 Liter Wasser. Um Strom zu sparen ist die Dämmung bei Ihrem Warmwasserspeicher besonders wichtig. Ist der Boiler ungenügend gedämmt kühlt das Wasser schneller aus und der Warmwasserboiler wird es erneut erhitzen, um warmes Wasser zur Verfügung zu stellen. Durch eine gute Wärmedämmung können sie jährlich erheblich Stromkosten senken. Eine Verkalkung der Heizelemente im Warmwasserspeicher kann den Stromverbrauch stark ansteigen lassen. Durchschnittlich verursacht eine 1mm Kalkschicht schon einen Mehrverbrauch an Strom, für die Erhitzung, von 8%. Bei einer Kalkschicht von 10 mm können es bis zu 50% höhere Stromkosten für Ihren Boiler werden. Daher gilt um so härter das Wasser, um so häufiger sollte der Boiler entkalkt werden. Spätestens alle 4 Jahre oder sogar öfter sollte ein Fachmann Ihren Boiler warten und entkalken. Lassen Sie sich über die regelmässigen Wartungsabstände, bei Ihnen vor Ort, durch einen erfahrenen Sanitärdienst informieren.

 

Woher kommt der Kalk im Boiler

Je nach Härtegrad des Wassers sind mehr oder weniger Salze (Kalzium und Magnesium) im Trinkwasser enthalten. Was gut für unseren Körper ist, ist leider schlecht für die Lebensdauer unserer Geräte. Diese Salze werden beim Verdunsten von Wasser höher konzentriert und lagern sich dichter aneinander. Dies ist bei kalkhaltigem Wasser sichtbar, wenn sie einen Topf Wasser auf die Herdplatte stellen und das Wasser verdunsten lassen. Es wird sich ein sichtbarer Kalk-Rand im Topf ansammeln.

Dieser Vorgang findet ebenfalls in Ihrem Warmwasserboiler statt, nur dass sie ihn nicht einsehen können. Der meiste Kalk sammelt sich um die heisseste Stelle im Boiler, dem Heizwendel. Nach dem Abkühlen der Heizspirale platzt der Kalk ab und sammelt sich am Boden des Boilers. Die Kalkschicht um die Heizspirale sorgt dafür das der Boiler zu früh aufhört das Wasser zu erhitzen, somit steht nicht mehr genügend Warmwasser zur Verfügung. Zudem ist die Gefahr vorhanden das die Temperatur nicht ausreicht, um Bakterienwachstum zu verhindern. Der Boiler arbeitet in einem verkalkten Zustand weniger effizient. Sollten Sie also feststellen das Ihr Warmwasser zu schnell leer ist, ist es höchste Zeit einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Eine regelmässige Wartung Ihres Boilers ist daher unabdingbar. Der zeitliche Abstand der Kontrolle hängt von der Wassertemperatur, Wasserhärte und dem Wasserdurchsatz ab und kann je nach Wohngegend und Benutzung des Boilers unterschiedlich sein.

 

Die Ablagerung von Kalk in Ihrem Warmwasserboiler ist daher vom Härtegrad des Wassers, der Zeit und der im Boiler vorherrschenden Temperatur abhängig. Um so heisser Ihr Boiler eingestellt ist, um so schneller verkalkt er auch. Zudem wird von sehr hohen Temperaturen abgeraten, da zu heisses Wasser Beschichtungen der Leitungen auf Dauer beschädigen könnten. Ab einer Wassertemperatur von 60 bis 65 Grad Celsius haben sie die optimale Temperatur, um gefährliche Bakterien abzutöten und dennoch möglichst wenig Kalkablagerungen zu produzieren.

 

Wieso Ihr Boiler mindestens auf 60 Grad Celsius erhitzen sollte

Das Wasser in einem Warmwasserspeicher sollte immer mindestens auf 60 Grad Celsius erhitzt werden, da sich ansonsten gesundheitsschädliche Mikroorganismen vermehren können. Die Bakterien Legionellen sind verantwortlich für Lungenentzündungen und grippeähnliche Erkrankungen wie die Legionärskrankheit (Pontiacfieber). In herkömmlichen Haushalten sollte dies jedoch kein Problem sein. Während Schwimmbäder und grosse Gebäude oft nur eine zentrale Wasserzufuhr haben und sehr lange Leitungen, sind Haushalte mit kurzen Leitungen und einem für jeden Haushalt separaten Boiler zur Warmwasseraufbereitung ausgestattet. So kann sichergestellt werden das die Rohrleitungen dauerhaft gut durchspült sind und sich keine schädlichen Bakterien in den Rohren ansiedeln können.

 

Der Vermieter trägt die Kosten

In der Schweiz hat jede Trinkwasserversorgung die Pflicht, die Wasserbezüger, einmal pro Jahr über die Wasserqualität zu informieren (gemäss der Verordnung des Eidgenössischen Departements des Inneren über Trink-, Quell- und Mineralwasser). Die Wasserhärte wird in französischen Härtegraden (°f oder °fH) angegeben: zwischen 0 und 13°f ist das Wasser weich, zwischen 14 und 25°f ist es mittelhart und bei Härtegraden über 25°f handelt es sich um hartes Wasser.

Da es sich bei einer Boiler-Entkalkung und der regelmässigen Wartung um grundlegende Unterhaltsaufgaben handelt, kommt für diese Arbeit finanziell der Vermieter auf. Bei der regelmässigen Wartung werden die Sicherheitsgruppen (Druckventile), die Dichtungen, Einstellungen und die Anode kontrolliert.

 

Was kann man als Mieter gegen Kalkflecken machen

Um Kalkflecken von Haushaltsgegenständen wie Kaffeemaschinen, Kochtöpfen oder auch Duschköpfen und Wasserhähnen zu entfernen, genügt es mit verdünnter Essig- oder Zitronensäure ab und an über die Kalkstellen zu wischen. Ein paar Spritzer verdünnter Essig oder Zitronensäure im Wasserkocher lösen Kalk um den Heizstab auf, anschliessend lediglich ausspülen. Vergessen Sie hierbei nicht anschliessend noch einmal über die jeweiligen Stellen mit ein wenig Wasser zu putzen, um Schäden durch die verdünnten Säuren zu vermeiden. Essig oder auch Zitronensäuren eignen sich nicht für alle Oberflächen.  

 

 

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